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Nationalpark Schwarzwald
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Girls only am Girls'Day

Schön war es beim Girls'Day ©Wiebke Hebermehl (Nationalpark Schwarzwald)
03.05.2018

Der Girls'Day ist eine Veranstaltung nur für Mädchen - im Nationalpark Schwarzwald war der "Blick hinter die Kulissen" in diesem Jahr sogar gänzlich männerfrei. Denn auch die beiden Hunde von Rangerin Heidrun Zeus, Paula und Quitte, sind: Weibchen. "Die Stimmung war super, der Tag hat richtig gute Laune gemacht mit unserer reinen Frauenrunde - und die Mädchen haben sich super um die beiden vierbeinigen Damen gekümmert", so die Rangerin.

Insgesamt 15 Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren, teilweise aus der Region, teilweise aber auch von weiter weg, wollten einen eher bei Männern üblichen Beruf kennenlernen. Im Nationalpark konnten sie einen Tag lang eine Rangerin bei der Arbeit begleiten. Um 9.30 Uhr ging es los. Erstmal stand Theorie auf dem Plan, denn was macht so ein Ranger oder eine Rangerin eigentlich? Das Informieren von Besuchern bei Begegnungen im Park und das aufmerksam Machen auf Regelverstöße sind nur zwei der vielfältigen Aufgaben. Sie erfüllen auch den hauptamtlichen Naturschutzdienst und unterstützen das Artenmonitoring, suchen also beispielsweise nach Tierspuren und melden den Wissenschaftlern ihre Funde. So kann man an den Aufzeichnungen erkennen, was sich über die Jahre im Park alles ändert, wenn die Natur sich selbst überlassen bleibt. Weniger bekannt ist auch, dass Rangerinnen und Ranger die Gebietsbetreuung erfüllen und hier beispielsweise auch die Wegesicherung übernehmen.

Letzteres stand auch am Girls'Day auf der Tagesordnung. Nach der Vorstellungsrunde im Seminarraum wurden neben den Vesperrucksäcken also auch Schilder, Pfosten, Akkuschrauber und Hammer geschultert - und ab ging es, rein in den Nationalpark. Das Wildseewegle, der Abstieg zum bekannten Karsee, musste auch nach der Winterpause weiter gesperrt bleiben, weil die Wege erst noch freigeräumt werden müssen. Verkehrssicherung nennt man das. Ein neues Schild sollte das den Besuchern entsprechend erklären. An einigen anderen Stellen des Parks konnten Wege hingegen wieder geöffnet und Schneezäune abgebaut werden. Bei all diesen Aufgaben konnte Heidrun Zeus die helfenden Hände gut gebrauchen.

Mittags dann beim Vesper mitten in der Natur ein überraschendes Highlight: eine schwarze Kreuzotter! So etwas hatte noch kaum eines der Mädchen gesehen. Und nachmittags wurde es gleich wieder spannend. Da ging es an die Auswertung zweier Fotofallen, die der Überwachung des Wildbestandes dienen - also für das Monitoring gut sind. Die beiden Kamerachips kamen wieder mit zurück in den Seminarraum zur Auswertung, wo alle gespannt zusahen, während sich die Bilder der Schnappschüsse auf dem Laptop der Rangerin aufbauten. Und tatsächlich war den beiden Kameras einiges vor die Linse geraten: ein Fuchs, einer der besenderten Rothirsche des Parks und noch ein unbesenderter "Spießer" - wie ein Hirsch im zweiten Lebensjahr genannt wird.  

Und warum nahmen die Mädchen an diesem deutschlandweit angebotenen Girls'Day gerade an der Veranstaltung des Nationalparks teil? "Die Mädchen, die mich auf meiner Tour begleitet haben, hatten alle ein großes Interesse an der Natur und auch am Nationalpark. Die waren natürlich neugierig, was es in so einem Schutzgebiet für Berufe gibt, die sie vielleicht später mal ergreifen können", erzählt Heidrun Zeus. "Und sie haben echt gut durchgehalten", lobt sie. Denn: Gerade an diesem Spätapriltag war es auf den Höhen des Nordschwarzwaldes mal wieder bitterkalt geworden. Erst am Mittag kam dann die ersehnte, wärmende Sonne zum Vorschein. "Am Ende haben wir dann alle gemeinsam noch eine heiße Schokolade getrunken", so die Rangerin. Eine von allen Teilnehmerinnen gerne angenommene, weil innerlich wärmende Belohnung.








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