Kontakt

Ansprechpartner*in "Sozialwissenschaftliche Forschung":

Sie haben Fragen zu einem konkreten Forschungsbereich? Gerne können Sie unsere zuständigen Mitarbeiter*innen per Mail direkt kontaktieren.

Dr. Kerstin Ensinger
Leitung sozialwissenschaftliche Forschung
Forschung zu Erholung und Gesundheit
Tel.: +49 7442 18018 320
kerstin.ensinger[at]nlp.bwl.de


Dr. Susanne Berzborn
Forschung zu Partizipation und Akzeptanz, Erholung und Gesundheit
Tel.: +49 7442 18018 341
susanne.berzborn[at]nlp.bwl.de
 

Dr. Kerstin Botsch
Soziokulturelles Monitoring, Forschung zu Partizipation und Akzeptanz
Tel.: +49 7442 18018 340
kerstin.botsch[at]nlp.bwl.de
 

Dr. Dominik Rüede
Regionale Entwicklung, Besuchermonitoring und sozioökonomisches Monitoring
Tel.: +49 7442 18018 350
dominik.rueede[at]nlp.bwl.de

Studien

Der Nationalpark führt teilweise in Kooperationen mit Externen empirische Studien durch. Sie orientieren sich an den Methoden der Soziologie, Psychologie, Ethnologie und Wirtschaftswissenschaften und kombinieren oftmals qualitative und quantitative Herangehensweisen.

 

Wie wirkt Wildnis? Wildnis-Erleben im Nationalpark Schwarzwald (2018)

Bisher ist wenig darüber bekannt, wie das Erleben von Wildnis Erholungsprozesse beeinflusst und ob dadurch die Bereitschaft zum Umweltlernen gefördert werden kann. In einer Studie gemeinsam mit dem freien Forschungsinstitut dialog-N wurden vom 1. – 5. Oktober 2018 fünfzehn Personen mit Fragebögen, GPS-Geräten und Herzfrequenzmessgurten ausgestattet, um drei Wanderwege zu evaluieren.

An 24 vordefinierten Punkten pro Weg wurden Erholungsparameter und Wildnishaftigkeit erfasst. Zusätzlich markierten, fotografierten und dokumentierten die Testpersonen Orte, die sie als besonders positiv oder negativ für die Wildnishaftigkeit empfanden. Die Studie ergänzt bestehende Wildnis-Definitionen um die Wahrnehmungsperspektive und trägt somit zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Wildnis bei.


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Gespräche beim Waldspaziergang – Die „Go-Along“-Interviews (2018)

Für mehrere Studien hatte das sozialwissenschaftliche Team schon mit den unterschiedlichsten Menschen über Natur, Wald und Nationalpark gesprochen. Eines wurde dabei immer wieder klar: Es ist gar nicht so einfach, überhaupt die passenden Worte dafür zu finden.– gerade, wenn das Gespräch nicht in der Natur, sondern am Telefon oder im Wohnzimmer stattfindet.

Was liegt also näher, als ein Gespräch über den Wald in den Wald zu verlegen? Die Forscherinnen und Forscher haben also Menschen bei ihren normalen Spaziergängen begleitet und erfuhren so etwas über besondere Erinnerungen und den „idealen Wald“ ihrer Gesprächspartner. Sie erlebten gleichzeitig den Spaziergang direkt mit ihnen und konnten so ein Stück weit lernen, den Wald durch ihre Augen zu betrachten.


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Einstellungen zum Naturschutz und zum Nationalpark Schwarzwald – Eine Bevölkerungsumfrage (2018)

Im Dezember 2018 führte der Nationalpark eine kleinere, repräsentative Bevölkerungsumfrage in Baden-Württemberg durch, in der es darum ging, einen Zwischenstand zu einigen Fragen aus dem soziokulturellen Monitoring zu bekommen. So äußerten sich die Befragten zur Bekanntheit des Nationalparks, bewerteten seine Einrichtung und gaben eine Einschätzung von Wildnis ab. Im Vergleich zum Jahr 2016 verbesserte sich die Zustimmung zum Nationalpark von 73 auf 86 Prozent.

Darüber hinaus loteten die Forscherinnen und Forscher mit den Themen „Müll in der Natur“ und „Einstellungen zum Naturschutz“ auch zwei neue Bereiche aus. Hier zeigte sich, dass die Menschen für den Naturschutz sensibilisiert sind und darum wissen, dass sie sich einerseits aktiv um diese Kulturlandschaft kümmern müssen, die Natur aber auch Gebiete braucht, in denen sie sich selbst überlassen bleibt.


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Wirtschaftsakteure und der Nationalpark (2017/2018)

Neben der Erfassung der regionalökonomischen Effekte durch Tourismus und die Akzeptanzstudien in der Bevölkerung untersucht der Nationalpark auch, wie Wirtschaftsakteure den Nationalpark bewerten. Hierfür haben in einer ersten Studie Ende 2017 bis Anfang 2018 mehr als 100 Unternehmen im Umkreis des Nationalparks einen Fragebogen ausgefüllt. Sie schätzten unter anderem ein, wie gut sie die Einrichtung des Nationalparks finden oder auch wie ablehnend sie dem Nationalpark gegenüberstehen. Insgesamt zeigt das Antwortverhalten, dass es unter den befragten Unternehmen neben einer neutralen Haltung auch kritische Stimmen gibt, aber insgesamt die positive Bewertung überwiegt.


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Erlebnis Nationalpark Schwarzwald – Eine psycho-physiologische Studie (2016)

Wie erleben Menschen Wildnis? Als wie erholsam wird welche Landschaft empfunden? Kann der Zugang zu Natur und die Landschaftswahrnehmung durch Achtsamkeitspraxis beeinflusst werden? Auf Grundlage dieser komplexen Fragen machte der Nationalpark zusammen mit dem Institut bodymonitor im Juni 2016 eine Studie: 111 Teilnehmende liefen auf einer Wegstrecke, die durch typische Landschaften des Nationalparks führte (zum Beispiel Grinde, Bannwald).

Während der Wanderung erhoben die Forscherinnen und Forscher mittels Sensorarmband und GPS-Tracker eine Menge Daten. An verschiedenen Stationen beantworteten die Testpersonen mithilfe einer App Fragen zur Landschaftswahrnehmung, zum aktuellem Gefühlszustand und psychischen Wohlbefinden. Das Forschungsteam untersuchte auch, inwieweit eine Achtsamkeitsschulung Einfluss auf das Landschaftserleben und die individuelle Stressregulierung hat.


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Das Alltagsgedächtnis – Naturwahrnehmung und Regionalgeschichte (2016)

Das Projekt „Alltagsgedächtnis“ hat sich zum Ziel gesetzt, lokale Perspektiven auf Natur, Wildnis und den Nationalpark Schwarzwald herauszuarbeiten und zu dokumentieren. Was bedeutet es, in dieser einzigartigen Region geboren und aufgewachsen zu sein, welche Geschichten und Erfahrungen sammeln Menschen dabei – und welche speziellen Bilder von „ihrem“ Wald tragen sie in sich?

Gerade die Siedlungen, die sich ganz nah an das jetzige Nationalparkgebiet schmiegen, haben schon immer eine besonders intensive Beziehung zur hiesigen Landschaft gehabt. Viele Menschen verdienten durch die Waldarbeit ihr tägliches Brot und sicherten sich zusätzlich durch Sammeln von Brennholz oder Heidelbeeren ihr Überleben. Wer so seine Kindheit erlebt hat, kann viele faszinierende Geschichten vom Wald erzählen. Das Forscherteam hat einige von ihnen aufgezeichnet.


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Wahrnehmung und Bewertung von Natur und Nationalpark – Eine Bevölkerungsumfrage (2016)

Für die Nationalparkverwaltung ist es wichtig zu wissen, wie die Menschen in der Region und im ganzen Land Baden-Württemberg das Schutzgebiet wahrnehmen, wie sie es bewerten und welche Erwartungen sie haben. Wie wichtig ist ihnen Natur, wie nutzen sie den Wald? Und, das Motto des Nationalparks, „eine Spur wilder“ im Blick: Was bedeutet überhaupt Wildnis für sie? Um diesen Fragen nachzugehen, hat ein Meinungsforschungsinstitut im Jahr 2016 Interviews mit etwa 2000, repräsentativ ausgewählten Menschen in Baden-Württemberg geführt. Im Anschluss an die ersten Interviews haben die Forscherinnen und Forscher 50 der Befragten ausgewählt, um mit ihnen einige Wochen später vertiefende, offene Interviews zu den Themen Erholung, Natürlichkeit und Wildnis zu führen.
 

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Befragung von Besucherinnen und Besuchern im Nationalpark (2015)

Am 3. Oktober 2015 hat das Forschungsteam des Nationalparks an fünf verschiedenen Orten im Nationalpark Besucherinnen und Besucher befragt. Insgesamt füllten 386 Personen Fragebögen aus, 35 Menschen ließen sich einzeln interviewen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Nationalpark ein beliebtes Ausflugsziel für Menschen aus ganz Baden-Württemberg und der Region ist. Die Menschen kommen in erster Linie hierher, um Natur zu erleben. Bewegung, Entspannung, Ruhe, frische Luft, Tierbeobachtung und Naturfotographie sind wichtige Motive für einen Besuch. Als besonders positiv werden die schönen Aussichten und die Natur hervorgehoben. Negatives wird selten genannt; wenn doch, bezieht es sich in der Regel auf Lärm (beispielsweise von Motorrädern).


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Regionalökonomische Effekte des Tourismus im Nationalpark Schwarzwald (2014/2015)

In dieser Studie wurden 2014 und 2015 die regionalökonomischen Effekte des Tourismus im Nationalpark Schwarzwald untersucht. Im Vordergrund stand dabei, wieviel Wertschöpfung – und die damit verbundenen Arbeitsplätze – durch Touristen in die Nationalparkregion kommt und verbleibt. Basierend auf Besucherzählungen und –befragungen am und im Nationalpark konnte abgeschätzt werden wie groß diese Effekte schon zur Einrichtung des Nationalparks sind.

Für ca. 10 % der Nationalparkbesuchenden spielte es eine (sehr) große Rolle, dass der Nationalpark Nationalpark ist. Auf das Jahr gerechnet brachte diese Gruppe einen Bruttoumsatz in Höhe von 3,9 Millionen Euro in die Region, was rechnerisch 72 Arbeitsplätze sind.


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Ersterhebung zur Akzeptanz des Nationalpark Schwarzwald (2014)

Welche Ansprüche, Bedürfnisse und Überzeugungen verbinden die Menschen in Baden-Württemberg mit ihrem ersten Nationalpark? Wie sieht es mit der Akzeptanz des Parks aus? Einige Monate nach seiner Gründung befragte das Meinungsforschungsinstitut LINK 1.501 Menschen zu diesen Themen. Als Indikatoren für Akzeptanz dienten Aufmerksamkeit, Bewertung und Handlungsakzeptanz, also der Besuch des Gebiets.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Akzeptanz Ende 2014 relativ hoch war, wenn man die Aufmerksamkeit und das Interesse am Nationalpark betrachtet. Unter dem Gesichtspunkt der Nutzung war die Akzeptanz des Nationalparks damals noch relativ gering, allerdings haben viele Befragte angegeben, dass ein Besuch im Park geplant ist.
 

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