Zonierung

Das Modul Zonierung ist ein wichtiger Bestandteil des Nationalparkplans, der sozusagen das Betriebshandbuch des Nationalpark Schwarzwald darstellt. Das Ziel ist, die Nationalparkfläche in Zonen mit unterschiedlichem Schutzstatus einzuteilen.

Auf der rund 10.000 Hektar großen Fläche des jungen Nationalparks finden sich unterschiedlichste Vegetationsarten - von uralten Bannwäldern über ehemaligem Wirtschaftswald bis zu waldfreien Bergheiden. Während einige dieser Bereiche bereits jetzt ganz sich selbst überlassen werden können (Kernzone), benötigen andere Gebiete noch behutsame menschliche Hilfestellung (Entwicklungszone). In wiederum anderen bereichen wird das Nationalparkteam dagegen dauerhaft eingreifen, da nur so kann beispielsweise benachbarte Wirtschaftswälder geschützt werden können (Managementzone).

Diese Unterteilung in Kern-, Entwicklungs- und Managementzone wurde bereits bei der Gründung des Parks im Nationalparkgesetz (NLPG § 7) verankert. Der Nationalpark Schwarzwald ist ein sogenannter Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, dass innerhalb von 30 Jahren nach Ausweisung des Nationalparks Schwarzwald 75 Prozent der Fläche sich selbst überlassen sein sollen. Diesen Übergang von Entwicklungszonen zu Kernzonen möglichst sanft und problemlos zu gestalten, ist ebenfalls Aufgabe des Moduls Zonierung.

Eine erste Aufteilung der Nationalparkfläche in drei Zonen erfolgte unter Einbindung der Öffentlichkeit im Zuge der ersten Gebietsgliederung im Jahr 2015.

 

Erste Gebietsgliederung

Durchwanderung der einzelnen Zonen mit der Nationalparkverwaltung

Nachdem der erste Entwurf der Gliederung Beirat und Rat bereits im Herbst passiert hatte, waren 120 Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt, sich die Theorie auf der Karte ganz praktisch in der Natur erklären zu lassen. Begleitet vom Team der Nationalparkverwaltung durchwanderten sie die einzelnen Zonen und konnten vor Ort Ihre Fragen und Wünsche äußern. Neun Gemeinderäte und Kreistage nahmen sich des Themas ebenfalls ausführlich an, die meisten Hinweise entfielen allerdings im November auf die eigens eingerichtete Online-Plattform: 46 Beiträge mit 86 unterschiedlichen Anregungen weist hier die Statistik aus. Insgesamt gingen 147 Anmerkungen bei der Nationalparkverwaltung ein.

Einige Hinweise sind in die endgültige Beschlussvorlage eingeflossen – so wurde beispielsweise die Managementzone am Buhlbachsee oder in den Bereichen Brückleswald und Schweinkopf vergrößert. Die Kernzone wurde im ganzen Parkgebiet um insgesamt 22 Hektar verkleinert. Einige Anregungen bezogen sich auch auf die weiteren Themen, die nun im Nationalparkplan bis 2018 bearbeitet werden.

Anfang Februar 2015 hat der Nationalparkrat die Gebietsgliederung für das Schutzgebiet beschlossen. Die ersten vier Kernzonen umfassen demnach 32,5 Prozent der Fläche des Nationalparks. Diese erste Zonierung war ein Meilenstein und Grundlage für die Erarbeitung der restlichen Module des Nationalparkplans. Die Ergebnisse und eine ausführlichere Erläuterung der Zonen finden Sie auf der Seite "Zonierung".

 

Ergänzende Informationen finden Sie hier:

 


Archivdatei:

In der PDF-Datei finden Sie alle Inhalte der Online-Beteiligungsplattform zur Gebietsgliederung.