Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald

Nationalparke schützen weltweit vorrangig die natürlichen Prozesse der Natur. Auch im Nationalpark Schwarzwald heißt es deshalb auf einem Großteil der Fläche: Natur Natur sein lassen. Auf den restlichen Flächen geht es darum, besondere Lebensräume wie etwa die wilden Feuchtheiden zu erhalten, sensible Arten wie das Auerhuhn und auch die umliegenden Wälder zu schützen. Mehr Raum für Wildnis und geschützte Arten – das will die Landesregierung in Baden-Württemberg nun ermöglichen und deshalb den Nationalpark Schwarzwald weiterentwickeln.
 

Mindestfläche für Nationalparks gerade so erreicht

Die Internationale Union zum Schutz der Natur (IUCN) gibt für Nationalparke eine Mindestfläche von 10.000 Hektar vor, die der Nationalpark Schwarzwald gerade so erreicht. Der Nationalpark Schwarzwald besteht seit seiner Gründung am 1. Januar 2014 aus zwei Teilgebieten. Prozesse wie eine natürliche Waldentwicklung bedürfen aber möglichst großer und unzerteilter Flächen, da menschliche Einflüsse wie Forstwirtschaft oder Wegebau sie verändern und stören. Eine Verbindung der beiden Gebiete des Nationalparks stabilisiert und steigert die Biodiversität und ökologische Resilienz. Der Nationalpark Schwarzwald soll aber nicht nur räumlich weiterentwickelt werden. Die inhaltliche Weiterentwicklung widmet sich Themen, die im bestehenden Nationalpark wenig beachtet sind und die perspektivisch gestärkt werden sollten.

Beteiligung an der Weiterentwicklung

Start für die Weiterentwicklung des Nationalpark Schwarzwald ist ein transparenter Beteiligungsprozess. Informationsveranstaltungen, Themenführungen und -workshops sowie eine Online-Plattform - interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten einen bunten Strauß an Möglichkeiten, sich über den Prozess zu informieren und ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Auch speziell für Kinder und Jugendliche geplante Veranstaltungen sind mit dabei. Als weiteres Kernstück des Beteiligungsprozesses wird ein Bürgerforum aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern die Weiterentwicklung begleiten. Das Bürgerforum vereint verschiedenste Sichtweisen aus einem Querschnitt der Gesellschaft und soll das Umweltministerium bei der Ausgestaltung des Entwurfs zur Gesetzesänderung beraten. Darüber hinaus werden die bestehenden Gremien des Nationalparks - Rat und Beirat – die Weiterentwicklung eng begleiten.

Möglichkeiten zur Beteiligung

Aktuelle Möglichkeiten zu Beteiligung sowie weitergehende Informationen finden Sie auf dem Beteiligungsportal des Bundesland Baden-Württemberg.

 

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