Zonierung

Ein Nationalpark soll auf 75 Prozent seiner Fläche „Natur Natur sein lassen“. In dieser sogenannten Kernzone bleibt die Natur sich selbst überlassen. Der Mensch darf in der Kernzone nur noch als Beobachter zuschauen und dokumentiert die natürlich ablaufenden Prozesse, die hier unter Schutz stehen. So können Erkenntnisse gewonnen werden, die beispielsweise in einer naturnahen Waldbewirtschaftung genutzt werden können.

Der Rest, also 25 Prozent eines Nationalparks, wird als Managementzone bezeichnet. In dieser Zone sind dauerhaft Eingriffe in die natürliche Entwicklung möglich – und teilweise auch verpflichtend, siehe dazu die Module Arten- und Biotopschutz, Borkenkäfermanagement und Wildtiermanagement.

Der Nationalpark Schwarzwald ist ein sogenannter Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, dass auf einem Teil der zukünftigen Kernzonen-Fläche in den ersten 30 Jahren noch eingegriffen werden darf, um die Entwicklung behutsam in eine bestimmte Richtung zu lenken. Bis zum Jahr 2044 gehen alle Flächen der Entwicklungszone des Nationalparks Schwarzwald in die unter Prozessschutz stehende Kernzone über.

Die Einteilung in die unterschiedlichen Zonen und die Festsetzung der Flächen wurde durch das Modul Zonierung im Nationalparkplan festgelegt.