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Anne Kobarg

Pressesprecherin des Nationalpark Schwarzwald

Tel.: +49 7449 92998 14
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Große Zusammenhänge im Kleinen begreifen

18.12.2019 von Anne Kobarg
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Nationalpark ist Praxispartner im BNE-Schulnetzwerk

Was hat biologische Vielfalt mit mir zu tun? Im Schutzgebiet wird Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sehr konkret.

Über die Ehrenmitgliedschaft im neuen, landesweiten Schulnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung hat sich Sebastian Schwab sehr gefreut. „Es ist für uns zentral, wichtige globale Themen, wie zum Beispiel die Biologische Vielfalt, vor Ort für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen.“, sagt der Leiter der Wildnisbildung im Nationalpark Schwarzwald.

In den vergangenen Jahren hat Schwab mit seinem Team zunächst ein lokales Netzwerk in der Region aufgebaut – 19 Kooperationsschulen zählen mittlerweile dazu, die mit ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig in den Nationalpark kommen. „Wir ermöglichen ihnen, hautnah zu erfahren, was ‚Natur Natur sein lassen‘ bedeutet, aber auch, wie besondere Arten auf den Grinden geschützt werden“, erzählt Sebastian Schwab. Auf Einladung des Kultusministeriums wirkte der Pädagoge auch an der Konzeption eines landesweiten BNE-Schulnetzwerks mit – das Ende November offiziell startete. Jetzt hängt die Plakette der Ehrenmitgliedschaft bereits am Infozentrum am Ruhestein. „Als Praxispartner ist es unsere Aufgabe, Themen wie die Biologische Vielfalt mit dem Alltag der Schülerinnen und Schüler zu verknüpfen und gemeinsam mit ihnen zu erarbeiten, welchen Beitrag jede und jeder Einzelne dazu leisten kann.“

Der Nationalpark ist auch in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung sehr aktiv, „und dann haben wir noch die Abordnungen von Lehrerinnen und Lehrer im Nationalpark – die für uns sehr gute Verbindungen zu den Schulen schaffen“, sagt Schwab. Auch Nationalparkleiter Wolfgang Schlund freut sich über die Auszeichnung für das Team der Wildnisbildung. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich leisten hier einiges an Pionierarbeit. Für uns als Nationalpark ist es natürlich eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt, Kinder und Jugendliche für die Themen Naturschutz, Nachhaltigkeit und Biologische Vielfalt zu sensibilisieren, ja zu begeistern. Die Zukunft liegt in ihren Händen!“  

Für Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, geht es beim neuen Schulnetzwerk auch um die Zusammenarbeit. „Schüler und Lehrkräfte sollen über alle Schularten hinweg voneinander und miteinander lernen und die Zukunft nachhaltig gestalten“, sagte er zum Start des Netzwerkes Ende November.

 

Hintergrund

Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

In Baden-Württemberg wurden Nachhaltigkeitsthemen durch die Einführung der Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Bildungsplan 2016 für die allgemein bildenden Schulen verankert. Mit dem Projekt „BNE-Modellschulen Heidenheim“ und „BNE-Schulnetzwerk Baden-Württemberg“ soll die Leitperspektive wirksam und strukturell in der Schulpraxis verankert werden. Der Schwerpunkt liegt auf der jeweiligen Schule, bezieht deren Umfeld mit ein, und die Ergebnisse sollen am Ende auch mit Hilfe des Netzwerks in die Fläche getragen werden. Die Universität Bamberg begleitet das Projekt wissenschaftlich. Mit den BNE-Modellschulen soll der „Whole System Approach“ nicht nur an einer Schule, sondern in einer Modellregion erprobt werden, wobei der Schulstandort (Schulträger, Wirtschaftsakteure, Zivilgesellschaft) in den Transformationsprozess einbezogen ist. Das Ziel ist eine ganzheitliche Entwicklung der Schullandschaft im Sinne einer BNE.


Das Foto im Anhang dürfen Sie gerne im Rahmen Ihrer Veröffentlichung zum Thema verwenden.

Foto:Sebastian Schwab, Leiter der Wildnisbildung im Nationalpark, vor der Plakette zur Ehrenmitgliedschaft im neuen BNE-Schulnetzwerk. © Luis Scheuermann (Nationalpark Schwarzwald)

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