Winterzeit ist Ruhezeit im Nationalpark

29.12.2020 von Pressestelle in Kategorie: Nachrichten

Tiere und Pflanzen brauchen besondere Rücksicht/ saisonale Wegsperrungen treten in Kraft/ Gefahren im Wald nehmen zu

Der erste Schnee ist bereits gefallen und hat den Nationalpark Schwarzwald weiß bedeckt. Für Rangerin Friederike Schneider ist das immer ein besonderer Moment: „Die Natur zieht sich zurück, alles wird stiller“, sagt sie. Für viele Arten beginnt jetzt eine besonders kräftezehrende Zeit, die auch schnell lebensbedrohlich werden kann, wenn sie in ihrer Winterruhe gestört werden. „Wir bitten daher gerade in den Wintermonaten um ganz besondere Rücksicht“, sagt Friederike Schneider.

Jede Störung kann für Wildtiere wie Rothirsche und Rehe, Auerhühner, Hasen oder Marder gefährlich werden. „Sie brauchen die Ruhe, um mit den Energiereserven aus dem Sommer und Herbst den Winter überstehen zu können“, erklärt die Rangerin. „Deswegen weisen wir im Winter auch einige zusätzliche, saisonale Sperrungen aus, die Besucherinnen und Besucher nun respektieren müssen.“ Sperrungen – saisonale und auch kurzfristige – kann man vor einem Besuch des Nationalparks auf der tagesaktuell gepflegten Wegesperrungen-Karte auf der Webseite des Nationalparks einsehen.

Auch die Erlebnispfade sind im Winter mit noch größerer Vorsicht als sonst zu genießen. Auf den wilderen Wegen, die im Sommer ihren besonderen Charme haben, „ist es bei Schnee und Eis einfach sehr gefährlich“, betont Friederike Schneider. Darum wird auf Lothar-, Luchs- und Wildnispfad sowie auf dem Rundweg in Allerheiligen grundsätzlich davor gewarnt, diese bei Wintereinbruch zu betreten. Im Frühjahr, wenn der letzte Schnee getaut ist, wird das Nationalparkteam dann alle Winterschäden ausbessern, bevor die Saison starten kann.

Natürlich lässt sich der weiße Winterwald im Nationalpark auf den ausgewiesenen, freigegebenen Wegen, Loipen oder Schneeschuhtrails genießen. „Aber es ist immer gut, das Wetter besonders im Blick zu haben – bei Wind, Schnee und Eis sind die Gefahren im Wald einfach größer, da können schneller als sonst Äste abbrechen oder größere Schneemenge abstürzen“, sagt Friederike Schneider. Und da in Corona-Zeiten deutlich mehr Menschen im Schutzgebiet unterwegs sind, bittet sie auch die Gäste untereinander um Rücksicht auf den Nationalparkwegen. „Nur dann kann es für alle ein erholsamer Ausflug sein.“

Am besten informiert man sich vor einem Besuch im Nationalpark, ob Gefahr besteht oder die Wege geöffnet und die Loipen gespurt sind. Informationen zu Wander-, Schneeschuhwegen und Loipen und zum richtigen Verhalten im Schutzgebiet gibt es auf der Webseite des Nationalparks. Aktuelle Informationen zur Schneelage gibt es im Internet auf den Seiten der Nationalparkregion oder beim Loipenportal.


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