Wegekonzept

Natur vor Beeinflussung durch den Menschen schützen – und sie gleichzeitig zugänglich machen für Erholungs- und Bildungszwecke: Das ist ein durch das Nationalparkgesetz vorgegebener Spagat, den das Wegekonzept des Nationalparks regelt. Das Konzept setzt fest, welche ehemaligen Wege bestehen bleiben und welche Wege aus der Nutzung genommen werden. Und auch, welche Nutzergruppen sich auf welchen Wegen fortbewegen dürfen.

Egal, ob man zu Fuß, mit dem Rad, zu Pferd, auf Schneeschuhen, Langlaufskiern oder möglichst barrierefrei unterwegs sein möchte: Für die unterschiedlichen Nutzergruppen wurden insgesamt mehr als 400 Kilometer öffentlicher Wege ausgewiesen, sodass ein Erleben der wilder werdenden Natur möglich ist.

Aus Rücksicht auf die Wildtiere und den strengen Schutzstatus gilt im gesamten Nationalpark jedoch ein allgemeines Wegegebot. Besucherinnen und Besucher dürfen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen – genau wie Hunde, die deshalb auch angeleint sein müssen. Zudem können einzelne Wegabschnitte saisonal gesperrt werden, um vor allem im Winter wichtige zusätzliche Ruhezonen für Wildtiere zu schaffen (►Regeln für den Parkbesuch).

Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem PDF-Steckbrief (ca. 5,5 MB) und im Beteiligungsarchiv.

Das Beteiligungsverfahren

Das Wegekonzept wurde mit vielen Akteuren und unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet. In Fachgesprächen, öffentlichen Exkursionen, Workshops, und Online-Formaten gingen insgesamt 979 Anmerkungen bei der Nationalparkverwaltung ein. An mehreren Stellen wurde daraufhin das Konzept geändert. Am 3. April 2017 hat der Nationalparkrat das Wegekonzept schließlich angenommen.

Eine Übersicht aller Anmerkungen, die im Erarbeitungsprozess zum Wegekonzept eingegangen sind, sind in unten stehender Liste zu sehen. Darin enthalten sind auch die Erläuterungen der Nationalparkverwaltung, wie die Anmerkungen im Wegekonzept berücksichtigt wurden.

Nach Beschluss der Wegekonzeption wird eine offizielle Wanderkarte zum Nationalpark erarbeitet. Bis diese Wanderkarte fertiggestellt ist, stehen zur Orientierung über die zulässigen Wege innerhalb des Nationalparks verschiedene Kartendownloads zur Verfügung.

Diese sind vornehmlich für eine digitale Betrachtung und weniger zum Ausdruck geeignet, da sie den vollständigen Nationalpark umfassen und lediglich die rechtliche Situation veranschaulichen. Innerhalb des Nationalparks gibt es noch weitere Wege (z.B. interne Betriebswege), die auf den Karten nicht abgebildet sind, deshalb sollte man sich grundsätzlich an den Schildern im Gelände orientieren.