Gäste in der Region schätzen die wilde Natur im Nationalpark
Befragung zeigt, dass Totholz eher neugierig macht als abschreckt / Ergebnisse fließen direkt in die Praxis
Viel Totholz im Wald ist für den Großteil der Gäste in der Nationalparkregion ein durchaus positives Zeichen – sie finden es interessant, die natürlichen Prozesse zu beobachten. Dies ist eins der Ergebnisse einer neuen Studie, bei der das sozialwissenschaftliche Team des Nationalparks gemeinsam mit der Region von August 2024 bis August 2025 mehr als 1300 Gäste zu Ihren Einschätzungen und Wünschen befragen ließ. „Diese Offenheit für einen Wald, in dem die Natur überwiegend sich selbst überlassen ist, freut uns natürlich sehr. Und es zeigt, dass Naturschutzgebiete auch aus touristischer Sicht ein großes Plus sein können“, sagt Umweltministerin Thekla Walker.
In der Tat genießt die Nationalparkregion nicht nur einen hohen Bekanntheitsgrad – sondern ist auch sehr beliebt: mehr als jeder zweite Übernachtungsgast war schon mehr als fünf Mal da. Und die Gäste, die auch den Nationalpark besuchen, bleiben im Schnitt sogar einen Tag länger und damit fast eine ganze Woche. Die Mehrheit der Nationalparktouristen übernachtet dabei auch in Hotels – diese Gruppe wählt allerdings häufiger auch alternative Angebote in Pensionen oder auf Campingplätzen. Und was erhoffen sich die Regionsgäste von ihrem Aufenthalt? „Mehr als 90 Prozent möchten die Natur erleben und sich in ihr erholen – das sind mit großem Abstand die stärksten Gründe, deutlich vor Kulinarik und Wellness“, sagt Mareike Garms, die die Gästebefragung mit der Region koordiniert hat. Auch sie freut sich besonders über die Neugier der Besuchenden für den Waldwandel. Fast 90 Prozent der Befragten ist aufgefallen, dass sich die Waldbilder ändern – fast alle fahren zufrieden wieder nach Hause. „Das zeigt, dass sich Befürchtungen, Totholz könnte die Gäste abschrecken, in unserer Befragung gar nicht bestätige. Im Gegenteil: Eine große Mehrheit würde sogar gerne noch mehr über den Waldwandel erfahren“, berichtet sie.
Dieser Trend zeigt sich auch schon in der letzten großen Studie zur Wahrnehmung des Nationalparks im Spätherbst vergangenen Jahres. Laut der repräsentativen Telefonumfrage stimmen mehr als 80 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg der Aussage zu: „Je wilder die Natur im Nationalpark, desto besser.“ Eine wachsende Mehrheit findet es demnach außerdem wichtig, dass es im Naturschutz auch Gebiete gibt, in denen die Natur ganz sich selbst überlassen bleibt. „Wir konnten sogar sehen, dass die Befragten den Zustand des Waldes im Nationalpark im Vergleich zum Rest Baden-Württembergs positiver bewerten“, berichtet Susanne Berzborn aus dem sozialwissenschaftlichen Forschungsteam.
Studie gibt neue Impulse
„Die Ergebnisse der Studien geben uns neue Impulse für unsere Arbeit. Wir freuen uns über die Unterstützung des Nationalparks, der so eine ausführliche Befragung in der Region überhaupt möglich macht. Denn so lernen wir unsere Gäste noch besser kennen und können das zum Beispiel bei der Gästeansprache und in der Angebotsentwicklung berücksichtigen“, sagt Myriam Geiser, Geschäftsführerin der Nationalparkregion, in der sich 27 Gemeinden und drei Landkreise rund um den Nationalpark Schwarzwald touristisch zusammengeschlossen haben.
Die hohe Zufriedenheit der Gäste mit ihrem Aufenthalt und die klare Naturorientierung zeigten, dass die Region hier auf einem sehr guten Weg sei. Das kann Lea Erdrich vom Campingplatz Langenwald in Freudenstadt bestätigen. „Die Ergebnisse der Befragung passen absolut zum direkten Feedback, das wir von unseren Gästen bekommen: Sie möchten ganz bewusst raus in die Natur, sich in der Natur bewegen, die Natur erleben. Die Angebote der Nationalparkregion und im Nationalpark kommen da besonders gut an.“
Hintergrund
Die Ergebnisse der verschiedenen sozialwissenschaftlichen Studien sind auch auf der Website des Nationalparks unter https://www.nationalpark-schwarzwald.de/forschen/sozialwissenschaftlich zu finden.
Weitere Informationen zur Nationalparkregion finden Sie in diesem Factsheet.
Die Pressemitteilung vom 23. März 2026 als PDF zum Herunterladen: Gäste in der Region schätzen die wilde Natur im Nationalpark (PDF, 0.3 MB)
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Die Bilder, die Sie unter folgendem Link herunterladen können, dürfen Sie gerne im Rahmen Ihrer Veröffentlichung zum Thema mit Nennung der Bildquelle kostenfrei verwenden:
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Foto 1: Unterwegs in der wilden Natur © Black Forest Collective / Nationalparkregion Schwarzwald(JPG, 2 MB)
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Foto 2: Adlerhorst am Wildnispfad © Black Forest Collective Nationalparkregion Schwarzwald (JPG, 2 MB)
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Foto 3: Wilde Natur im Nationalpark © Charly Ebel (Nationalpark Schwarzwald) (JPG, 4 MB)
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Foto 4: Präsentierten die Ergebnisse der Studie gemeinsam: Susanne Berzborn, Mareike Garms, Myriam Geiser, Lea Erdrich (v.l.) (JPG, 4 MB)
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