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Nationalpark Schwarzwald
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Indische Delegation auf Studienreise im Nationalpark

Besuch einer Delegation aus Indien ©Fritsch / GIZ
28.06.2018

Wie können in einem bevölkerungsreichen Land Waldökosysteme geschützt werden, wenn man auch den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen muss? Das ist eine Frage, die sich nicht nur in Deutschland stellt - auch in Indien ist das ein heikler Punkt. Der Nationalpark Schwarzwald war deshalb ein Ziel auf der Studienreise indischer Forstbeamter aus dem Bundesstaat Himachal Pradesh.

Die Delegation aus Indien war an einigen Orten in Deutschland zu Besuch, um sich verschiedene Formen der Waldbewirtschaftung, der schonenden Nutzung und des Schutzes von Ökosystemen anzuschauen. Im Nationalpark Schwarzwald interessierten sich die 14 Teilnehmer vor allem dafür, wie ein neues Schutzgebiet in Deutschland entsteht, welche Konflikte auftauchen, wie die Region integriert wird. Aber auch die wissenschaftliche Begleitung, das Monitoring im Nationalpark, interessierte die Teilnehmer.

Stefanie Gärtner, die im Nationalpark Schwarzwald für das Ökomonitoring zuständig ist, präsentierte in einem Einstiegsvortrag die Forst- und Nutzungsgeschichte im Nordschwarzwald, den Hintergrund und die Struktur Deutscher Nationalparks, sowie das ökologische Monitoring, also die Langzeitbeobachtung der Natur im Nationalpark. Die sozio-kulturelle Forschung des Parks war Thema von Lea Schulte-Droeschs Präsentation - unter anderem ging es um die Akzeptanz des Parks in der Bevölkerung und die Kooperationsmöglichkeiten mit der Region.

Nach der Theorie ging es dann raus in den Nationalpark auf eine sonnenbeschienene Tour vom Ruhestein zum Eutinggrab. Auf der relativ kurzen Strecke ließen sich viele theoretische Aspekte ganz direkt und eindrücklich zeigen: Von der Einbindung bestehender, touristisch oder wirtschaftlich genutzter Flächen und Unternehmen bis hin zu naturschutzfachlichen Themen wie der Erhaltung der Grinden.

Beim Blick hinunter zum Wilden See konnten die Besucher aus Indien dann noch einen Eindruck mitnehmen, wie sich ein Wald entwickelt, wenn die Menschen nicht mehr eingreifen. Ein Highlight der Exkursion für die deutschen Teilnehmer war sicherlich auch die Kreuzotter, die den Weg überquerte. Die Teilnehmer aus Indien fanden das hingegen nicht ganz so aufsehenerregend: In Indien ist man größere und gefährlichere Schlangen gewohnt.

Hintergrund:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, mit dem Himachal Pradesh Forest Department an der Integration des Ökosystemdienstleistungsansatzes in die Forstwirtschaft zu arbeiten. Die Projektaktivitäten haben im April 2016 begonnen.








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