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Impressum

Nationalpark Schwarzwald
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07449 - 92998 499
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Online-Information: Schutz der Tiere und der Nachbarn

Rotwild im Nationalpark - Hirschkuh ©Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald)
25.06.2018

Pläne und Visionen für den Umgang mit Wildtieren im Nationalpark: Die aktuelle Online-Information vom 25. Juni bis 15. Juli gibt Einblicke in Theorie und Praxis und beantwortet Fragen.

Der Nationalpark Schwarzwald nimmt den nächsten Baustein des Nationalparkplans in Angriff – das Modul Wildtiermanagement. Ein spannendes, aber auch ein sehr komplexes Thema, wie Wildtiermanager Friedrich Burghardt am allerbesten weiß. „Wenn wir entscheiden, wie wir im Nationalpark mit den großen Säugetieren – Hirschen, Rehen und Wildschweinen – umgehen, müssen wir neben dem großen Nationalparkmotto ‚Natur Natur sein lassen‘ immer auch den Schutz der benachbarten Waldbesitzer im Blick haben“, erläutert er. Denn die fürchten sich vor Schäden in ihren Wäldern, sollten sich die Wildtiere im Nationalpark uneingeschränkt vermehren. „Das ist eine große Herausforderung, die wir aber gerne angenommen haben“, sagt Burghardt.

Beim Thema Wildtiermanagement war die Beteiligung der Region am Nationalparkplan daher auch besonders aufwändig und umfangreich. In den vergangenen vier Jahren haben Burghardt und seine Mitarbeiter auf rund 120 Veranstaltungen Jägerinnen und Jäger sowie andere Fachleute und interessierte Laien über die Pläne des Nationalparks informiert, diskutiert – und für die große Vision geworben. „Der nächste wichtige Schritt wäre für uns, dass wir die Jagd im Nationalpark ab 2020 auf gut einem Drittel der Fläche – überwiegend deckungsgleich mit der Kernzone – einstellen möchten“, sagt Burghardt.

Am 14. Mai gab der Nationalparkrat grünes Licht für die letzte Phase der Beteiligung. Bevor das Gremium im Oktober final über dieses Kapitel entscheidet, können Interessierte sich derzeit noch bis zum 15. Juli online auf der Beteiligungs-Plattform informieren und Fragen an die Fachleute richten. „Das ist eine herzliche Einladung, sich über Hintergründe und Ideen, Theorie und Praxis des Wildtiermanagements im Nationalpark zu informieren“, erklärt Friedrich Burghardt. 

Hintergrund
Nationalparkplan
Das Wildtiermanagement ist ein Modul des Nationalparkplans. Dieses Betriebshandbuch des Nationalparks muss bis Ende 2018 fertig sein und umfasst alle grundlegenden Ziele, Aufgaben und Themen für den Nationalpark. Das Wildtiermanagement ist bereits das vierte Modul, das online vorgestellt wird. 2014 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger zur Entwicklung einer ersten Gebietsgliederung des Nationalparks einbringen, Anfang 2017 zum Wegekonzept und im Herbst 2017 zum Verkehrskonzept. Mehr Informationen dazu gibt es auch hier online.

Rotwildkonzeption
Raumbeanspruchende Säugetiere, seien es Elefanten oder Rothirsche, müssen immer auf Populationsebene betrachtet und behandelt  werden. Es gibt weltweit kaum ein Schutzgebiet, bei dem Wildtiere nicht saisonal oder sogar täglich das Schutzgebiet verlassen und in das angrenzende bewirtschaftete Land ziehen.  Hierbei kann es zu wirtschaftlichen Einbußen durch Schäden in der Land- und Forstwirtschaft kommen. Diese Problematik kann niemals vom Schutzgebiet alleine gelöst werden, sondern nur in enger Zusammenarbeit mit den Anrainern und unter Betrachtung des gesamten Lebensraums der jeweiligen Wildtiere.

Seit dem Jahr 2016, werden unter der Leitung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, die Grundlagen für ein großflächiges, Revier- und Landkreisübergreifendes Management für den Rothirsch im Nordschwarzwald geschaffen. Unter Einbindung der wichtigsten Interessengruppen: Naturschutz, Forst- und Landwirtschaft, Grundeigentümer, Tourismus und Jagd, wird gegenwärtig eine Konzeption für das Rotwildgebiet Nordschwarzwald erarbeitet, mit dem Ziel, den unterschiedlichen menschlichen Nutzergruppen und den Ansprüchen des Rothirsches möglichst optimal gerecht zu werden. Der Nationalpark, mit seiner ganz speziellen Zielsetzung, nämlich dem Prozessschutz, wird ein Teil dieses Konzeptes sein.








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