Nutzung des Internet Explorers 6/7/8

Sie nutzen eine alte Version des Internet Explorers, die leider nicht mehr unterstützt wird. Bitte verwenden Sie einen aktuellen Browser. Falls Ihnen die Rechte hierfür fehlen, können Sie Ihren Internet Explorer auch um Google Chrome Frame erweitern. Die Erweiterung ermöglicht Ihnen die Darstellung von Webseiten, die den Internet Explorer nicht mehr unterstützen. Der Download ist hiermöglich.


Impressum

Nationalpark Schwarzwald
Schwarzwaldhochstr. 2
77889 Seebach}
07449 - 92998 0
07449 - 92998 499
info@nlp.bwl.de

Loipenspurteam freut sich über knallroten Zuwachs

Von links: Madeleine Ehinger, Bernd Schindler, Michael Albrecht, Roland Maurer, Klaus Faißt, Reinhard Schmälzle, Tim Tschöpe. ©Franziska Schick (Nationalpark Schwarzwald)
15.02.2019

Der neue Pistenbully zieht Kilometer um Kilometer seine Spur durch den Park – zur Freude aller langlaufenden Wintersportfans

Er ist nicht sonderlich schnell, aber dafür arbeitet er gründlich und fräst und zieht klaglos Kilometer um Kilometer akkurat flache Rillen und tiefe Rinnen in den Schnee: Der neue, 250 PS starke Pistenbully des Nationalparkteams mit der angehängten Loipenspurmechanik ist ein modernes Hightechgerät. Wegen seiner knallroten Farbe fällt er in der weißen Winterlandschaft sofort auf und lenkt alle Blicke auf sich. Er ist als Ersatz für das in die Jahre gekommene Leihgerät aus Baiersbronn angeschafft worden. Allerdings: Bei aller modernen Technik braucht auch der Neue im Team Fahrer, die mit ihm umgehen können.

„Dass die Loipen in so gutem Zustand sind, ist einzig der Verdienst der Fahrer. Jede Nacht, jedes Wochenende, jeden Feiertag sind sie ganz alleine mit den Maschinen unterwegs, um die 154 Kilometer Loipen zu spuren, für die wir zuständig sind“, sagt Gebietsleiter Bernd Schindler. Fünf Fahrer hat das Team, das nachts dafür sorgt, dass die Gäste ihren Wintersport im Nationalpark tagsüber ungestört genießen können. Fahrer Sven Gaiser erklärt: „Die ersten Sportler wollen gerne schon morgens um sieben Uhr auf die frische Loipe. Deshalb beginnt für uns der Arbeitstag meist nach dem Abendbrot und geht bis in die frühen Morgenstunden. Wenn die Wetterbedingungen allerdings nicht optimal sind, kann es sein, dass wir erst frühmorgens rausfahren – und dann im laufenden Betrieb unterwegs sein müssen. Das versuchen wir zu vermeiden, aber manchmal geht es nicht anders.“

Die Dauer eines Einsatzes ist dabei stark von den Schneeverhältnissen abhängig. Bei viel Neuschnee, oder wenn der Schnee alt und verdichtet ist, brauchen die Fahrer mit den beiden speziell dafür ausgestatteten Fahrzeugen für das gesamte Netz zusammengerechnet bis zu 25 Stunden. Wenn die Bedingungen optimal sind, geht es auch mal in 18 Stunden.
 
„Das Spuren klappt wirklich hervorragend“, lobt der Vorsitzende des Loipenförderkreises, Reinhard Schmälzle. „Das Zusammenwirken funktioniert sehr gut. Wir hören oft Lob für unsere Loipen, was der hochwertigen Arbeit des Teams zu verdanken ist. Wichtig ist für uns auch, dass das Team in Gefahrensituationen – wie bei der Schneebruchgefahr Anfang der Saison – umsichtig handelt und entsprechend entscheidet, ob gespurt werden kann oder nicht.“ Das gesamte Loipennetz wird nur bei optimalen Bedingungen gepflegt. „Die Fahrer haben immer ein Auge ganz dicht am Wetter und müssen ihre Einsätze entsprechend planen“, so Schindler. Oft reichen die Bedingungen lediglich für die schneesichersten Bereiche. Dazu gehören Schwarzkopfloipe, Hundsrückenloipe oder Untere Bettelmannskopfloipe.

Auf Internetseiten wie dem Loipenportal des Vereins Nationalparkregion e. V. können Wintersportler täglich aktuelle Informationen über gespurte oder gesperrte Loipen abrufen. „Die Pflege aller unserer speziell auf den Wintersport ausgerichteten Webseiten dauert im Schnitt etwa eine Stunde täglich“, so Klaus Faißt, der als Wintersportspezialist für die Baiersbronn Touristik unter anderem dafür zuständig ist. Weil die Zusammenarbeit reibungslos läuft, sind die Wintersportfans im Nordschwarzwald gut umsorgt – und entsprechend viele sind auch im Gebiet aktiv unterwegs.

„Bei unserer unter guten Wetterbedingungen durchgeführten Winterzählung am 20. Januar sind rund 600 Langläufer am Herrenwieser LanglaufCenter in Schwarzenbergloipe und Ochsenkopfloipe eingestiegen – am Seibelseckle waren gut 400 auf Schwarzkopfloipe und Gaiskopfspur unterwegs“, so Nationalparkmitarbeiter Dominik Rüede, der die Besucherzählung geleitet hat. „Es ist ja ein äußerst gesunder Sport, der bei uns im Schwarzwald sehr beliebt ist“, bestätigt Schmälzle. Langläufer aus dem Schwarzwald sind auch im Profisport keine Seltenheit – unter ihnen Klaus Faißt Sohn, Manuel. Der trainiert zwar nicht mehr auf den heimischen Strecken, aber alle sind sicher, dass er die Arbeit des Loipenspurteams zu schätzen wüsste.

Hintergrund:
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 spurt der Nationalpark das Loipennetz im Nordschwarzwald als Dienstleister für den Loipenförderkreis. Der Loipenförderkreis ist Teil des Vereins Nationalparkregion. Im Förderkreis sind die Gemeinden, auf denen die Wintersportwege entlangführen, aber auch die privaten, kommunalen und staatlichen Waldbesitzer, über deren Gebiet die Loipen führen, zusammengeschlossen. Etwa 40% der Loipen, die vom Team des Nationalparks regelmäßig gespurt werden, liegen auf der Fläche des Schutzgebietes, 60% liegen außerhalb. Zum Loipenspurteam gehören neben den beiden Pistenbullys die fünf Maschinisten Michael Albrecht, Sven Gaiser, Markus Huber, Roland Maurer und Klaus Bürger, die abwechselnd täglich die Loipen präparieren. Die Gebietsleiter Tim Tschöpe und Dieter Dreher können ebenfalls als Fahrer einspringen. Zusammen mit Madeleine Ehinger übernehmen die Gebietsleiter auch die Pflege der Loipenportale und informieren die betreffenden Gemeinden und Touristikbüros. Die Informationen dafür erhalten sie tagesaktuell von den Maschinenführern. Gebietsleiter Bernd Schindler ist für die Organisation des Teams verantwortlich, das innerhalb des Nationalparks zum Fachbereich 5 (Wald und Naturschutz) gehört.