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Naturschutz braucht internationale Partnerschaften

Besuch der israelischen Generalkonsulin im Nationalpark Schwarzwald. Erläuterungen zum Prozessschutzgebiet am Wildseeblick. Vierte von links: Generalkonsulin Sandra Simovich, rechts: Charly Ebel, Leiter Besucherinformation. ©Franziska Schick

Besuch der israelischen Generalkonsulin im Nationalpark, hier am Wildseeblick. Zweite von links: Generalkonsulin Sandra Simovich, rechts: Charly Ebel, Leiter Besucherinformation. ©Franziska Schick (Nationalpark Schwarzwald)

27.06.2019

Besuch der israelischen Generalkonsulin Simovich im Nationalpark Schwarzwald: Natur profitiert von deutsch-israelischem Austausch

Naturschutz ist keine regionale oder nationale Angelegenheit. Nur ein globales Netz aus vielen Parks kann wirklich etwas bewegen. Aus diesem Grund ist der Nationalpark Schwarzwald Teil eines Netzwerks deutscher Schutzgebiete und schließt internationale Partnerschaften mit anderen Nationalparks. Wie bereits 2017 mit dem israelischen Mount Carmel National Park. Um diese Partnerschaft mit Leben zu erfüllen, halten Forschende und Rangerteams der Parks Kontakt und besuchen sich zum Austausch – gerade kürzlich waren israelische Rangerinnen und Ranger in den Großschutzgebieten Baden-Württembergs zu Besuch. Und gestern nun kam erstmals auch die israelische Generalkonsulin Sandra Simovich in den Nationalpark Schwarzwald, um sich ein Bild zu machen und um die besondere deutsch-israelische Partnerschaft erneut zu bekräftigen.

„Die Partnerschaft zwischen dem israelischen und dem deutschen Nationalpark ist eine beispielhafte Verbindung, die hilft, naturschutzrelevante, aber auch soziale und gesellschaftliche Brücken zu schlagen“, sagte die Generalkonsulin anlässlich ihres Besuchs im Schwarzwald. „Gerade auch die sozialen Brücken sind wichtig in einer Zeit in Deutschland, da der Antisemitismus wieder vermehrt auftaucht“, bekräftigte Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl. „Gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen, ist eine wesentliche Aufgabe für uns alle. Nur so erhalten wir eine offene Gesellschaft im Sinne von Martin Buber: Du bist, also bin ich“, so der Nationalparkleiter. Auch das bedeute die Partnerschaft des Nationalparks Schwarzwald mit dem israelischen Nationalpark, wie er betonte.

Gemeinsam mit diesem und anderen Schutzgebieten arbeite der Nationalpark Schwarzwald zudem national und international an Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsprojekten, tausche Erfahrungen aus und lerne voneinander. Waldenspuhl: „Der deutlich ältere und erfahrenere Mount Carmel National Park ist in diesem Netzwerk ein wichtiger Partner.“ „Sich auf dem Laufenden zu halten und sich gegenseitig zu unterstützen hilft, die gemeinsamen Ziele zu konkretisieren und Lösungen zu finden. Das gilt auf dem diplomatischen Parkett wohl genauso wie im Naturschutz“, so Simovich. „Hier kann auch ein älterer Park noch viel von den „jungen Wilden“ lernen!“

Die Generalkonsulin zeigte sich denn auch beeindruckt von der bereits weit fortgeschrittenen Wegbereitung zur Zielumsetzung im Schutzgebiet – insbesondere den seit letztem Herbst fertigen und teilweise bereits in der Umsetzung befindlichen Nationalparkplan. „In nur fünf Jahren hat die Nationalparkverwaltung eine gute Basis geschaffen, um den Naturschutzgedanken in Baden-Württemberg zu fördern. Mit der Partnerschaft schaffen wir eine Struktur, um voneinander zu lernen und damit den Naturschutz in unseren beiden Ländern zu stärken“, so Simovich.

Hintergrund
Sandra Simovich ist Juristin und israelische Generalkonsulin für den Süden Deutschlands. Sie wurde 1974 in Rumänien geboren, von wo sie 1981 mit ihrer Familie nach Israel immigrierte. Simovich begann ihren Staatsdienst im israelischen Außenministerium 1999. In den Folgejahren war sie in verschiedenen verantwortungsvollen Positionen international für die israelische Regierung tätig, von Europa bis Südostasien.
Der 1960 gegründete Mount Carmel National Park ist mit 84 Quadratkilometern Israels größter Nationalpark. Er liegt im Norden des Landes in der Nähe von Haifa. Das hier vorherrschende Mittelmeerklima sorgt dafür, dass die Höhen des namengebenden Karmelgebirges von immergrünen Wäldern bedeckt sind. Nachdem ein Großteil des Waldbestands bei einem Waldbrand 2010 zerstört wurde, wachsen nun anstelle der Pinien vermehrt Bäume, die ursprünglich auf dem Karmel heimisch waren. Gazellen und persisches Damwild durchstreifen die weiten Wälder des Parks. Aber auch Schakale und Hyänen sind hier zu Hause. Am 23. Oktober 2017 wurde die Partnerschaft zwischen dem Nationalpark Schwarzwald und dem Mount Carmel National Park begründet.