Karten
Karte zur Gebietsgliederung
Seit der Verabschiedung des Nationalparkgesetzes am 28.11.2013 durch die Regierung aus Grünen und SPD sind die Grenzen des Nationalparks Schwarzwald klar abgesteckt. Das Schutzgebiet erstreckt sich in zwei Abschnitten auf insgesamt rund 10.000 Hektar zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. 0,7 Prozent der Waldfläche Baden-Württembergs stehen hier unter besonderem Schutz.
Die Nationalparkverwaltung und das Nationalparkzentrum am Ruhestein liegen auf der Grenze zwischen Baden (Gemeinde Seebach) und Württemberg (Gemeinde Baiersbronn). Damit zeigt sich der Nationalpark auch als ein verbindendes Element zwischen den Landesteilen. Der Nationalpark wird vollständig vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord umschlossen, einem weiteren Großschutzgebiet Baden-Württembergs.
Nationalpark Schwarzwald
Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
Baden-Württemberg
Die ca. 11.000 Hektar große Nationalparkfläche ist wiederum in drei unterschiedlich stark geschützte Zonen aufgeteilt: Kernzone, Entwicklungszone und Managementzone. Diese Aufteilung geschah unter Einbindung der Bevölkerung im Zuge eines groß angelegten Beteiligungsverfahrens. 147 Anregungen von Besucher*innen, Gemeinden und in einem eigens zu diesem Zweck eingerichteten Online-Forum wurden im Vorfeld diskutiert und teilweise umgesetzt.
Am 12. November 2025 gab der Landtag mit dem Beschluss zur Änderung des Nationalparkgesetzes grünes Licht für die Umsetzung der Flächenerweiterung zum 1. Januar 2026. Mit der Erweiterung wurden die bisher getrennten Teile des Nationalparks miteinander verbunden. Die Fläche des Nationalparks vergrößert sich von derzeit 10.062 Hektar auf insgesamt rund 11.250 Hektar (Erweiterung um 2.639 Hektar sowie Gebietsabtretungen von 1431 Hektar).
Kernzone
In den Waldgebieten der Kernzone, zu der die Bereiche Plättig, Hoher Ochsenkopf/Nägeliskopf im Norden, Wilder See/Kleemüsse in der Mitte sowie Buhlbachsee/Hechliskopf im Süden gehören, gilt das Motto: Natur Natur sein lassen. Sie werden komplett sich selbst überlassen und sind am stärksten geschützt. Nach den internationalen Richtlinien für Nationalparks müssen in 30 Jahren drei Viertel der Fläche des Nationalparks Schwarzwald zur Kernzone zählen. Natürlich dürfen Besucher*innen diese Gebiete - unter Berücksichtigung der Schutzvorschriften - auch weiterhin auf ausgewiesenen Wegen betreten.
Entwicklungszone
In der Entwicklungszone werden die Wälder darauf vorbereitet, später in die Kernzone überzugehen.
Dazu gehören Waldbereiche, die noch Lenkung brauchen, bevor auch hier gilt: Natur Natur sein lassen. Nach 30 Jahren soll es keine Entwicklungszone mehr geben. Zu welchen unterstützenden Maßnahmen gegriffen wird legt der Nationalparkplan fest.
Managementzone
Maximal ein Viertel der Fläche ist dauerhafte als Managementzone ausgewiesen, in der die Nationalparkverwaltung pflegend und lenkend eingreift. Diese ist wiederum in drei Bereiche unterteilt, die in ihrer Zielsetzung variieren: Erstens Zonen zum Zweck des Borkenkäfermanagements, die dauerhaft für Eingriffe zugänglich sind und angrenzende Wälder durch einen mindestens 500 Meter breiten Pufferstreifen schützen. Zweitens in Zonen, die dem Biotop- und Artenschutz sowie der kontinuierlichen Waldentwicklung dienen, wie etwa die Pflege und Vernetzung der Grinden. Und drittens in Zonen um Siedlungsbereiche, die Flächen mit freiem Betretungsrecht für jedermann enthalten und damit die Erholungsnutzung und traditionelle Aktivitäten wie das Sammeln von Pilzen und Beeren ermöglichen. Mehr können Sie im Nationalparkgesetz erfahren.
Die Geodaten der Außengrenzen des Nationalpark Schwarzwald können Sie sich hier im GPS Exchange Format (GPX) herunterladen.
Der Auerhahn ist typisch für den Schwarzwald. Damit dies auch so bleibt, bietet die Managementzone des Nationalparks die Möglichkeit, den Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Tieres durch lenkende Maßnahmen zu erhalten.
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