Was ist ein Nationalpark?
Der Nationalpark ist ein großes Schutzgebiet für Natur.
Dazu gehören Wald, Wiesen, Flüsse und Seen.
Im Nationalpark wird die Natur besonders streng geschützt.
Wir nennen das Prozessschutz.
Das bedeutet:
Der Mensch lässt die Natur in Ruhe und greift nicht ein.
Der natürliche Ablauf wird nicht gestört.
Zum Beispiel im Wald:
Im Nationalpark bleiben tote Bäume im Wald und verrotten.
Sie werden langsam wieder zu Erde.
Und in dieser Erde entsteht neues Leben:
- Pflanzen wachsen auf den toten Bäumen.
- Insekten haben einen neuen Lebensraum.
- Tiere finden hier Nahrung.
Die Natur braucht Zeit
Der Prozessschutz ist ein natürlicher Ablauf.
Dieser Ablauf braucht viel Zeit.
Ein Nationalpark ist ein langfristiges Projekt.
Man kann auch sagen:
Die Natur kennt keine Eile.
In anderen Wäldern werden Bäume oft gefällt.
Aus den Bäumen wird Holz gemacht und verkauft.
Und tote Bäume werden aus dem Wald gebracht.
Menschen haben viele Jahre so in die Natur eingegriffen.
Das hat der Natur geschadet.
Früher gab es außerdem vor allem Fichten im Nationalpark.
Fichten wachsen schnell.
Und man kann das Holz schnell verkaufen.
Heute wachsen wieder viele unterschiedliche Bäume im Schwarzwald.
Sie haben jetzt Zeit zum Wachsen.
Im Nationalpark soll sich die Natur wieder erholen.
Es soll wieder Wildnis entstehen.
Wildnis bedeutet:
Die Natur darf machen, was sie will.
Dann können Tieren und Pflanzen besonders gut leben.
Je wilder der Wald, desto mehr Leben gibt es darin.
Das nennt man Vielfalt der Natur.
Genau das wollen wir im Nationalpark.