Natur- und Wildnisbildung

Begeisterung für Wildnis wecken

Für Wildnis begeistern, Natur mit allen Sinnen erleben, globale Zusammenhänge verstehen, eigene Handlungsmöglichkeiten erkennen – die Aufgaben der Bildungsarbeit im Nationalpark sind vielfältig. Als Praxispartner für außerschulische Bildungsangebote macht das Team der Natur- und Wildnisbildung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret. Über zielgruppenspezifische Zugänge werden Hand, Herz und Kopf angesprochen.

Im wilden Wald, auf Entdeckertour, in der Forscherwerkstatt oder beim Wildnisabenteuer: Hier kann man gemeinsam den Zauber im Kleinen entdecken und sich auch die ganz großen Fragen stellen: Wem gehört die Natur? Welche Zukunft wollen wir? Wieviel Wildnis braucht der Mensch? Braucht die Natur den Menschen?

Wildnis - Biodiversität – Bildung für nachhaltige Entwicklung - Naturschutz

vielfältig - inklusiv - erlebnisreich

Wildnis entsteht erst einmal im Kopf: Jeder hat seine eigenen Vorstellungen von Wildnis. Diese Vorstellungen beinhalten Bilder von Landschaften oder Tieren und auch von den kleinen, unscheinbaren Dingen in der Natur. Es sind aber auch Geräusche und Gerüche, ganz besonders Emotionen und bereits gemachte Erlebnisse, die Bilder entstehen lassen und unsere Vorstellung von Wildnis beeinflussen.

Hier setzt die Arbeit des Teams für Natur- und Wildnisbildung im Nationalpark Schwarzwald an: Menschen für Wildnis begeistern - auf möglichst unterschiedlichste Art und Weise!

Das Team der Wildnisbildung sieht sich als Begleiterinnen und Begleiter von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die den Nationalpark besuchen. Innerhalb eines sicheren Rahmens ermöglichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Erleben der verwildernden Natur, machen Erfahrungsräume auf und zeigen gleichzeitig Grenzen auf, wo es angemessen ist. Ebenso begeiten sie die Menschen in der Auseinandersetzung mit werdender Wildnis und persönlichen Wertegerüsten, stellen Fragen uns regen zu Reflexion an. 

 

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Die Wildnisbildung am Nationalpark Schwarzwald möchte Bildungsangebote für alle ermöglichen. Von Angeboten für Kinder ab zwei Jahre bis hin zu Erwachsenen erstreckt sich die Palette an Programmen. Zugänge für Menschen mit Behinderung werden dabei ebenso berücksichtigt wie für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache. Ein Hauptschwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Kooperationskindergärten und Kooperationsschulen aus der Region. Neben diesen curricularen Formaten buchen zahlreiche Schulen aller Schulformen einzelne Programme im Nationalpark. 

Die Zielgruppen der Wildnisbildungs-Arbeit:

  • Kindertageseinrichtungen
  • Schulen aller Schulformen
  • Studierende und Auszubildende 
  • Kinder und Jugendliche
  • Junior Rangerinnen und Junior Ranger
  • Familien und Erwachsene
  • Menschen mit Behinderung (barrierefreie und inklusive Angebote)
  • Geflüchtete Kinder und Jugendliche 
  • Multiplikatoren (z.B. Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher)
  • Verbände, Vereine und Jugendgruppen
  • Teams (Gruppen von Auszubildenden, Unternehmen, öffentliche Verwaltung)
  • Fachgruppen 
  • Fachschulen und Hochschulen

Die Palette an Themen und Inhalten der Bildungsarbeit im Nationalpark Schwarzwald ist breit gefächert. Im Zentrum steht der Leitgedanke des Nationalparks, Natur Natur sein lassen (Prozessschutz). Diesem Gedanken kann man sich aus verschiedenen Perspektiven nähern.

Daraus lassen sich eine Vielfalt naturwissenschaftlicher und gesellschaftsrelevanter Themen ableiten:

  • Natur mit ihrer Vielfalt kennenlernen, Prozesse und ökologische Zusammenhänge verstehen
  • Emotionales Naturerleben und unmittelbare Naturerfahrung
  • Ethik der Zurückhaltung
  • Biologische Vielfalt, Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Suffizienz
  • Intrinsischer Wert der Natur
  • Den Nationalpark Schwarzwald und seine Besonderheiten kennenlernen.
  • Den Nationalpark Schwarzwald in seiner globalen Vernetzung mit anderen Schutzgebieten erkennen.
  • Akzeptanz für Schutzgebiete und Prozessschutz fördern.
  • Mensch-Naturverhältnis individuell und gesellschaftlich reflektieren.
  • Wertschätzung, Demut, Achtsamkeit und Respekt gegenüber Natur und Mensch.
  • Zeit lassen und Geduld haben.
  • Resilienz und Prävention