Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald

Nationalparke schützen weltweit vorrangig die natürlichen Prozesse der Natur. Auch im Nationalpark Schwarzwald heißt es deshalb auf einem Großteil der Fläche: Natur Natur sein lassen. Auf den restlichen Flächen geht es darum, besondere Lebensräume wie etwa die wilden Feuchtheiden zu erhalten, sensible Arten wie das Auerhuhn und auch die umliegenden Wälder zu schützen. Mehr Raum für Wildnis und geschützte Arten – das will die Landesregierung in Baden-Württemberg nun ermöglichen und deshalb den Nationalpark Schwarzwald weiterentwickeln.

Möglichkeiten zur Beteiligung

Jetzt mitmachen: Fragen und Anregungen einbringen bei Themenworkshops & Führungen

Im September und Oktober laden Umweltministerium und Nationalparkverwaltung zu öffentlichen Workshops und Führungen ein. Bei den Veranstaltungen werden gezielt und tiefergehend Schwerpunktthemen der Weiterentwicklung bearbeitet. Interessierte können sich im Rahmen der Workshops mit ihren Ideen und Anregungen einbringen. Bei den Führungen stehen die Expertinnen und Experten des Nationalparkverwaltung Rede und Antwort. Gemeinsam werden dabei Chancen und Risiken der Weiterentwicklung erörtert und diskutiert.

Die aktuellen Workshops im Überblick:

Freitag, 14. Oktober: Touristische Zusammenarbeit von Nationalpark und Region

Samstag, 15. Oktober: Große Wildtiere im Nationalpark

Samstag, 15. Oktober: Natur- und Wildniskommunikation mit Social Media

Eingeladen sind neben Fachpersonen auch Bürgerinnen und Bürger mit entsprechendem Hintergrund oder Interesse.

 

Die aktuellen Führungen im Überblick:

Freitag, 7. Oktober: Waldentwicklung überwachen – aber wie?

Samstag, 8. Oktober: Besucherlenkung – dauerhafter Spagat zwischen Nutzung und Beruhigung

Donnerstag, 13. Oktober: Unterwegs mit der Leitung – stellen Sie Ihre Fragen!

Freitag, 28. Oktober: Nationalpark & Region – Werte und Waldbilder im Wandel

Die Führungen richten sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

 

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

 

Informiert bleiben

Um stets auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es außerdem einen begleitenden Newsletter. Geteilt werden wichtige Themen und Termine rund um den Beteiligungsprozess und die Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald. Zur Anmeldung geht es hier.

Mindestfläche für Nationalparks gerade so erreicht

Die Internationale Union zum Schutz der Natur (IUCN) gibt für Nationalparke eine Mindestfläche von 10.000 Hektar vor, die der Nationalpark Schwarzwald gerade so erreicht. Der Nationalpark Schwarzwald besteht seit seiner Gründung am 1. Januar 2014 aus zwei Teilgebieten. Prozesse wie eine natürliche Waldentwicklung bedürfen aber möglichst großer und unzerteilter Flächen, da menschliche Einflüsse wie Forstwirtschaft oder Wegebau sie verändern und stören. Eine Verbindung der beiden Gebiete des Nationalparks stabilisiert und steigert die Biodiversität und ökologische Resilienz. Der Nationalpark Schwarzwald soll aber nicht nur räumlich weiterentwickelt werden. Die inhaltliche Weiterentwicklung widmet sich Themen, die im bestehenden Nationalpark wenig beachtet sind und die perspektivisch gestärkt werden sollten.

Beteiligung an der Weiterentwicklung

Start für die Weiterentwicklung des Nationalpark Schwarzwald ist ein transparenter Beteiligungsprozess. Informationsveranstaltungen, Themenführungen und -workshops sowie eine Online-Plattform - interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten einen bunten Strauß an Möglichkeiten, sich über den Prozess zu informieren und ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Auch speziell für Kinder und Jugendliche geplante Veranstaltungen sind mit dabei. Als weiteres Kernstück des Beteiligungsprozesses wird ein Bürgerforum aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern die Weiterentwicklung begleiten. Das Bürgerforum vereint verschiedenste Sichtweisen aus einem Querschnitt der Gesellschaft und soll das Umweltministerium bei der Ausgestaltung des Entwurfs zur Gesetzesänderung beraten. Das Bürgerforum kommt Ende Juni zum ersten Mal zusammen. Darüber hinaus werden die bestehenden Gremien des Nationalparks - Rat und Beirat – die Weiterentwicklung eng begleiten.