Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald

Nationalparke schützen weltweit vorrangig die natürlichen Prozesse der Natur. Auch im Nationalpark Schwarzwald heißt es deshalb auf einem Großteil der Fläche: Natur Natur sein lassen. Auf den restlichen Flächen geht es darum, besondere Lebensräume wie etwa die wilden Feuchtheiden zu erhalten, sensible Arten wie das Auerhuhn und auch die umliegenden Wälder zu schützen. Mehr Raum für Wildnis und geschützte Arten – das will die Landesregierung in Baden-Württemberg nun ermöglichen und deshalb den Nationalpark Schwarzwald weiterentwickeln.

Möglichkeiten zur Beteiligung

Herzliche Einladung zur Auftaktveranstaltung

Am 9. Juli findet in der Murghalle in Forbach eine erste Informationsveranstaltung statt. Bei diesem Auftakt können sich alle Interessierten über die Hintergründe der Weiterentwicklung des Nationalparks sowie den begleitenden Beteiligungsprozess informieren. Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Themen-Parcours mit Vertreterinnen und Vertretern des Nationalparks zu den verschiedenen Themen der Weiterentwicklung ins Gespräch kommen und eigene Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung einbringen.

Um vorherige Anmeldung bis zum 6. Juli wird gebeten. Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Jetzt mitmachen – Ideen und Anregungen online einbringen

Bereits jetzt können eigene Ideen und Anregungen auf einer begleitenden Online-Plattform eingebracht werden. Unter nationalpark-schwarzwald-im-dialog.de stehen verschiedene Themen zur inhaltlichen Weiterentwicklung im Fokus – vom Prozess- und Artenschutz bis hin zur Freizeitnutzung. Die Nationalparkverwaltung freut sich über zahlreiche Ideen und Anregungen!

Informiert bleiben

Um stets auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es außerdem einen neuen Newsletter. Geteilt werden wichtige Themen und Termine rund um den Beteiligungsprozess und die Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald. Zur Anmeldung geht es hier.

Mindestfläche für Nationalparks gerade so erreicht

Die Internationale Union zum Schutz der Natur (IUCN) gibt für Nationalparke eine Mindestfläche von 10.000 Hektar vor, die der Nationalpark Schwarzwald gerade so erreicht. Der Nationalpark Schwarzwald besteht seit seiner Gründung am 1. Januar 2014 aus zwei Teilgebieten. Prozesse wie eine natürliche Waldentwicklung bedürfen aber möglichst großer und unzerteilter Flächen, da menschliche Einflüsse wie Forstwirtschaft oder Wegebau sie verändern und stören. Eine Verbindung der beiden Gebiete des Nationalparks stabilisiert und steigert die Biodiversität und ökologische Resilienz. Der Nationalpark Schwarzwald soll aber nicht nur räumlich weiterentwickelt werden. Die inhaltliche Weiterentwicklung widmet sich Themen, die im bestehenden Nationalpark wenig beachtet sind und die perspektivisch gestärkt werden sollten.

Beteiligung an der Weiterentwicklung

Start für die Weiterentwicklung des Nationalpark Schwarzwald ist ein transparenter Beteiligungsprozess. Informationsveranstaltungen, Themenführungen und -workshops sowie eine Online-Plattform - interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten einen bunten Strauß an Möglichkeiten, sich über den Prozess zu informieren und ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Auch speziell für Kinder und Jugendliche geplante Veranstaltungen sind mit dabei. Als weiteres Kernstück des Beteiligungsprozesses wird ein Bürgerforum aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern die Weiterentwicklung begleiten. Das Bürgerforum vereint verschiedenste Sichtweisen aus einem Querschnitt der Gesellschaft und soll das Umweltministerium bei der Ausgestaltung des Entwurfs zur Gesetzesänderung beraten. Das Bürgerforum kommt Ende Juni zum ersten Mal zusammen. Darüber hinaus werden die bestehenden Gremien des Nationalparks - Rat und Beirat – die Weiterentwicklung eng begleiten.