Ganz nah dran an der Natur: World Ranger Day auch im Nationalpark
Am 2. August informieren Rangerinnen und Ranger über ihre Arbeit/ Stand und Führungen rund ums Nationalparkzentrum Ruhestein
Zum 20. Mal würdigt der World Ranger Day am 31. Juli die unverzichtbare Arbeit von Rangerinnen und Rangern weltweit. Unter dem Motto „Ranger: Wächter eines sich wandelnden Planeten“ stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich tagtäglich für den Schutz von Natur, Artenvielfalt und einzigartigen Landschaften einsetzen. Auch der Nationalpark Schwarzwald ist wieder mit dabei: Am darauffolgenden Sonntag können Besucherinnen und Besucher die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Ranger bei verschiedenen Aktionen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
„Wir unterstützen diesen Aktionstag schon seit vielen Jahren – nicht nur als Zeichen der Wertschätzung für unsere eigene Arbeit, sondern als Solidarität mit Kolleginnen und Kollegen weltweit, die täglich ihr Leben für den Schutz der Natur einsetzen und teils unter sehr schwierigen oder sogar lebensgefährlichen Umständen arbeiten müssen“, sagt Markus Herrmann, Ranger im Nationalpark Schwarzwald. Zusammen mit dem haupt- und ehrenamtlichen Team wird er am Sonntag einen Infostand im Nationalparkzentrum am Ruhestein aufbauen. Interessierte können sich dort sowie an einem mobilen Infostand am Seekopf von 10 bis 17 Uhr über die Rangerarbeit weltweit informieren. Ergänzt wird das Programm durch drei Führungen – um 10:30, 13:30 und 15:00 Uhr. Im Kino des Nationalparkzentrums können Gäste zudem den Dokumentarfilm „The Thin Green Line“ anschauen.
Weltweit nehmen etwa 285.000 Rangerinnen und Ranger eine Schlüsselrolle darin ein, globale Naturschutzziele zu erreichen. Rund 150 von ihnen verlieren jedes Jahr im Dienst ihr Leben – insbesondere durch Wilderer, Angriffe von Wildtieren und Naturkatastrophen. Der Welt-Ranger-Tag macht auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam und fordert Verbesserungen - wie faire Löhne, gute Aus- und Weiterbildung und angemessene Ausstattung. Der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald sammelt an dem Aktionstag wieder Spenden für die Stiftung The Thin Green Line Foundation, die sich für die Arbeit der Rangerteams einsetzt und die Hinterbliebenen getöteter Rangerinnen und Ranger unterstützt.
In Deutschland gibt es aktuell rund 850 Rangerinnen und Ranger. Ihre Einsatzorte sind vorrangig die Nationalen Naturlandschaften – ein Bündnis aus 141 Gebieten von den Küsten bis in die Alpen. Diese sind wichtige Rückzugsräume für bedrohte Arten und bieten Menschen zugleich Möglichkeiten, die Natur zu erleben. „Gegenseitiger Respekt und Verständnis füreinander, Schutzgebietsregeln anerkennen und ein wenig Verzicht im täglichen Leben helfen, unsere einzigartige Natur auch für kommende Generationen zu erhalten“, betont Jens Liß, Co-Vorsitzender des Bundesverbands Naturwacht und Ranger im Nationalpark Schwarzwald.
Hintergrund
Nationale Naturlandschaften
Die Nationalen Naturlandschaften (NNL) sind das Bündnis der deutschen Nationalparks, Naturparks, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete. www.nationale-naturlandschaften.de
Bundesverband Naturwacht e. V.
Der Bundesverband Naturwacht arbeitet ehrenamtlich als gemeinnütziger eingetragener Verein und versteht sich als die berufliche Interessenvertretung der hauptberuflichen Rangerteams in Deutschland. www.bundesverband-naturwacht.de
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- Foto 1: Urs Reif und Jens Liß vertreten den Nationalpark Schwarzwald im europäischen Rangerverband und dem Bundesverband Naturwacht. © Paul Fischer (Nationalpark Schwarzwald) (JPG; 3,2 MB)
- Foto 2: Infostand zum World Ranger Day am Nationalparkzentrum Ruhestein. © Timo Pfaff (Nationalpark Schwarzwald) (JPG; 4,2 MB)
- Foto 3: Arbeit der Ranger. © Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald). (JPG; 2,5 MB)
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