Zwischen Schreibtisch und Wildkräutern

Bettina Kimmig verbindet Büroalltag und Naturerlebnis

13.05.2026 von Iris Lemanczyk in Kategorie : Blog
  • Normalerweise sitzt Bettina Kimmig im Büro. Als Assistentin von Charly Ebel, dem Leiter des Bereichs Besucherinformation, jongliert Bettina mit Terminen, plant Besprechungen und hält zahlreiche Abläufe im Hintergrund am Laufen. Das macht die gelernte Bankkauffrau alles von ihrem Schreibtisch aus – aber es zieht sie auch immer in die Natur.

     

    Kräuterführungen im Nationalpark

    Im Nationalpark bietet sie Kräuterführungen an. „Ich liebe es, draußen zu sein. Die Natur mit ihrer stillen Schönheit gibt mir Kraft und lässt mich neue Energie tanken“, erzählt sie. Als sie vor zehn Jahren im Nationalpark anfing, war ihr schnell klar: Dieses Arbeitsumfeld mit seinen faszinierenden Themen möchte sie nicht nur am Schreibtisch erleben.

    Wildkräuter fand Bettina schon immer spannend: ihre Heilkraft, ihr Geschmack und ihre Vielseitigkeit. „Die Natur schenkt uns so viel. Pflanzen, die unseren Körper näheren, stärken, und uns auf wundervolle Weise guttun“, schwärmt sie.

    Ich frage sie nach ihrem Lieblingskraut. „Viele“, sagt sie diplomatisch, doch dann entscheidet sie sich, „die Brennnessel“. Man kann sie das ganze Jahr über ernten, alles von der Brennnessel kann verwendet werden – und sie schmeckt gut.

    Da kann ich Bettina nur recht geben. Auch ich bin ein großer Brennnessel- Fan. Doch während Bettina auf Brennnessel-Spinat, Brennnessel-Chips oder Teigtaschen mit Brennnesselfüllung steht, ist es bei mir vor allem die Brennnessel-Suppe. Für den Tee und die Brennnessel-Samen schwärmen wir beide. Genauso wie für das Vitamin C und die vielen Mineralstoffe, etwa Eisen, Kalzium und Magnesium, die die Brennnessel enthält.

    Während ich nur eine Hobby-Kräuterhexe bin, die manchmal Giersch, Gänseblümchen oder Knoblauchrauke in ihren Salat mischt oder sich einen Schafgarben-Tee macht, hat sich Bettina ein Jahr lang zur Kräuterpädagogin ausbilden lassen. Neben dem Job. Nur für sich. Fortan mischt sie Tinkturen aus Spitzwegerich und Schafgarbe, rührt Salben oder sammelt Wildkräuter fürs Essen.

    „Nur für sich“ bleibt diese Leidenschaft allerdings nicht lange. Bald entsteht die Idee, ihr Wissen mit den Besucherinnen und Besuchern des Nationalparks zu teilen. Löwenzahn, Nachtkerze, Gundermann, Johanniskraut, Braunelle, Weidenröschen, Beinwell, Kamille, Dost, Bärenklau, Schafgarbe… eine beeindruckende Vielfalt.

     

    Es bleibt im Schutzgebiet

    Klar ist, dass im Schutzgebiet bleibt, was dort wächst. Eine Kräuterführung ohne riechen und schmecken wäre nur ein halber Spaß. Zum Glück hatte Bettina eine richtig gute Idee: „Gemeinsam entdecken wir die kleinen Pflanzen am Wegesrand, die man so leicht übersieht, und bestimmen sie. Ich zeige, wie man sie in der Küche verwenden kann und welche Heilkraft in ihnen steckt. Und alles was wir am Ende probieren möchten, bringe ich von außerhalb mit.“ Schokolierte Gundermannblätter etwa oder schokolierte Fichtenspitzen, einen Kräuterschmand, eine Grinden-Limo oder mit Brennnesseln gefüllte Teigtaschen.

    Fast nebenbei erwähnt Bettina, dass sie einmal im Jahr auch eine Baumführung bei der Klosterruine Allerheiligen macht: Schätze der heimischen Bäume. Da erfährt man einiges über Fichte, Tanne, Buche, Birke, Linde und Eiche. Auch hier fehlen keine Snacks: Kekse mit Douglasien-Marmelade etwa oder Vogelbeeren-Chutney.

    Für mich steht fest, dass ich mich für eine Führung mit Bettina anmelde… schon allein der ganzen Leckereien wegen!

    Bettinas Führungen stehen im Veranstaltungsprogramm 2026. Die nächsten Termine:

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    Iris Lemanczyk

    Iris Lemanczyk

    Bloggt im Auftrag der Nationalparkverwaltung aus dem Nationalpark Schwarzwald.

     

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