Das Rangercluster-Treffen im Nationalpark Berchtesgaden

28.11.2025 von Team Freiwillige in Kategorie : Freiwillig unterwegs
  • Wir – Jonas und Lätizia – zwei der diesjährigen Freiwilligen, fuhren mit den hauptamtlichen Rangern des Nationalparks Schwarzwald nach Berchtesgaden. Hier fand ein Austausch der Ranger des Nationalparks Berchtesgaden, des Nationalparks Bayrischer Wald und des Nationalparks Schwarzwald statt.

    Als wir in Berchtesgaden angekommen waren, ging es erstmal zum Königssee. Am Malerwinkel bot sich uns, wie der Name schon sagt, ein malerischer Blick auf den Königssee und die Alpen. Klaus Melde, langjähriger Ranger im Nationalpark Berchtesgaden, gab uns mit einem Vortrag Einblicke in den einzigen Alpen- Nationalpark in Deutschland.

    Am nächsten Tag fuhren wir ins Klausbachtal. Zwei Mitarbeiterrinnen der dortigen Natur- und Wildnisbildung hatten dort eine stationäre Besucherinformation aufgebaut und in der Morgenfrische des Tages auf uns gewartet. Bei dieser erfuhren wir zum Beispiel, dass allein 6000 Arten aus dem Nationalpark Berchtesgaden Aas fressen.

     

    Der Themenwanderweg zur Aasökologie mit dem Titel: „Das große Fressen“ führte uns ein paar Meter abseits des Weges zu einem Pflock. An diesem war der Kadaver eines Spießers, so nennt man einen jungen männlichen Rehbock, mit Kabelbinder befestigt. Dadurch können die Tiere, die ihn genüsslich verzehren, nicht wegzerren. So wird für Besucherinnen und Besucher ein Prozess in der Natur sichtbar, der normalerweise verborgen bleibt.

    Nach dieser Station liefen wir den Weg weiter entlang und gelangten so zu einer Station der Freiwilligen des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.). Diese hatten einen Infostand aufgebaut und zwei Spektive. Dadurch konnte man die steile Felsformation auf der anderen Seite betrachten und die Stelle, an der vom Nationalpark Berchtesgaden Bartgeier ausgewildert wurden, bzw. ein Nestplatz für diese errichtet wurde.

     

     

    Nach der Mittagspause am Klausbachhaus wurde es ein bisschen praktischer: Mit Autos fuhren wir tiefer hinein ins Klausbachtal. Dort wartete ein Arbeitseinsatz auf uns. Auf einer Almfläche/-Wiese durften wir mit Sägen und Astscheren Birken und Fichten entfernen. Nur die Lärchen (die gibt es auch bei uns im Nationalpark Schwarzwald) durften stehenbleiben. Die Kühe, die im Sommer die Fläche beweiden und freihalten, fressen die Gehölze nicht so gern, weshalb ab und zu von Menschenhand nachgeholfen wird, ähnlich wie auf unseren Grindenflächen im Nationalpark Schwarzwald. 

    Anschließend genossen wir die letzten Sonnenstrahlen an der Bindalm mit einem atemberaubenden Blick auf die Mühlsturzhörner, bevor es dann zum gemeinsamen Grillen zurück ans Klausbachhaus ging.

     

     

    Am nächsten Morgen ging es warm eingepackt mit dem Motorboot und Klaus als Käpten über den Königssee. Nach der ca. halbstündigen Fahrt war unser Ziel in Sicht: Die Halbinsel Hirschau mit der (natürlich katholischen) Kirche St. Bartholomä. Von dort aus wanderten wir zur „Eiskapelle“. Dies ist ein Firneisfeld, in dem sich ein Hohlraum gebildet hat. Doch die Eiskapelle stürzte im September 2025 aufgrund des geringen Schneefalls der letzten Jahre und den milden Temperaturen ein.

    Ich persönlich fand es trotzdem sehr beeindruckend.

    Nachdem wir über den Königssee wieder festen Boden unter den Füßen erlangten, verabschiedeten wir uns von den Rangern der anderen Nationalparks. Auch ein kurzer Besuch in der Ausstellung im „Haus der Berge“, dem Nationalparkzentrum Berchtesgaden, durfte nicht fehlen.

     

     

    Am nächsten Tag besuchten wir die Wimbachklamm und wanderten von dort aus weiter, von den Bergwänden aus Dolomit und Dachsteinkalk umgeben, zum Wimbachschloss. Wir ließen es uns bei Kartoffel-Kürbis Suppe, Kaiserschmarren und Kasknödelsuppe gut gehen und konnten uns gestärkt auf den Weg machen. Bevor wir die Rückfahrt antraten, erfrischten wir unsere Füße im kalten und klaren Wasser im Gebirgsbach Ramsauer Ache.

     

    Geschrieben von Lätizia Schmid

    Kommentare

    Aktuell sind noch keine Kommentare vorhanden.

    Hinterlasse uns einen Kommentar:

    Verbleibende Zeichen: 600

    Zurück

    Zur Person

    Mann vom Team Wildnisbildung mit einer Nationalparkjacke

    Team Freiwillige

    Wir bloggen für euch über unsere spannenden Erfahrungen und Erlebnisse im Nationalpark Schwarzwald, um euch einen Eindruck vom Leben als Freiwillige/r im Nationalpark zu geben.

    Tel.: +49 7842 9 96 54 25
    wildnisbildung@nlp.bwl.de