Neues aus der Hexenküche - Gänseblümchen

25.03.2021 von Team Wildnisbildung in Kategorie: WibiDigi

Hier geht es um das Gänseblümchen - eine der bekanntesten Pflanzen überhaupt. Es wächst überall dort, wo das Gras niedrig gehalten wird. Im Garten, in Parks oder am Wegesrand. Das Gänseblümchen ist sehr genügsam und wächst fast auf jedem Boden. Aus einer dichten Blattrosette wachsen immer wieder einzelne Blütenstängel hervor.

 

Wissenswertes

Das Gänseblümchen liebt die Sonne und lebt ganz im Einklang mit ihr. Sobald die Sonne scheint, schaut es ihr mitten ins Gesicht. Bei aufkommendem Regen schließt es die Blütenköpfchen, auch abends, wenn es schlafen geht.

Du kannst das Gänseblümchen fast das ganze Jahr über finden. Manchmal sogar im Winter, an schneefreien Stellen, denn es kann bis zu minus 15 °C aushalten. Es ist zwar klein, aber sehr robust. Hast du schon einmal beobachtet, dass manche Gänseblümchen am Rand leicht rot gefärbt sind? Dieser rote Farbstoff, die sogenannten Anthocyane, schützen das Gänseblümchen vor der Kälte genauso wie vor Sonnenbrand.

 

Schon gewusst?

Wusstest du, dass es auch Pflanzenfamilien gibt? Das Gänseblümchen gehört zum Beispiel zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse. Das kannst du dir vielleicht so merken: Es scheint, als hätte das Gänseblümchen nur eine Blüte. In Wirklichkeit ist es aber ein ganzer Korb voller Blüten. Es besteht aus mehr als 100 Einzelblüten, den gelben Röhrenblüten und den weißen Zungenblüten. Verwandte des Gänseblümchens sind zum Beispiel die Margerite und der Löwenzahn. Sie gehören auch zu der Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse.

Das Gänseblümchen auf dem Speiseplan

Du kannst das Gänseblümchen auch essen. Die Blüten und die Blätter. Es hat einen feinen nussartigen Geschmack und ist viel gesünder als Kulturgemüse. Es gibt ganz einfache Zubereitungen. Die Blütenköpfchen auf ein Butterbrot gelegt schmecken hervorragend. Oder einfach über einen Salat streuen. Das sieht nicht nur schön bunt aus, sondern schmeckt auch lecker. Natürlich kannst du auch die Blätter an den Salat geben.

Auch als essbare Dekoration in einer Suppe bieten sich die Gänseblümchen an. Wenn die Blütenköpfchen geschlossen sind oder du die Knospen verwenden möchtest, öffnen sich diese in der warmen Suppe. Das Schauspiel musst du dir unbedingt mal anschauen.

 

Medizin aus der Natur

So unscheinbar das Gänseblümchen auch wirkt, so groß ist seine Wirkung als Heilpflanze. Früher lebten die Menschen eng mit der Natur verbunden, und sie hatten viele Pflanzen, die Ihnen bei Krankheiten halfen. Das Gänseblümchen war die wichtigste Kinderheilpflanze. Es galt sogar als eine Art Allheilmittel.  Man Sagte: „Das ist der Grund, weshalb Gott so viele Gänseblümchen hat wachsen lassen.“

 

Auch heute wird es noch als Heilpflanze verwendet

Das Gänseblümchen wird unter anderem eingesetzt bei Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen und Blutergüssen. Ein Umschlag aus einem Gänseblümchen Tee/Aufguss nimmt den Schmerz und beschleunigt den Heilungsprozess. Das kannst du dir gut merken, denn auf das Gänseblümchen wird oft getreten oder es wird gestoßen. Deshalb hat es Inhaltsstoffe entwickelt, die ihm helfen, sich immer wieder aufzurichten. Und genau diese Inhaltstoffe helfen auch uns Menschen.

Bei Husten kann das Gänseblümchen ebenfalls Linderung verschaffen. Als Hustentee oder als Gänseblümchen-Honig kann es seine Wirkung entfalten und schmeckt auch noch besonders gut. Man kann auch noch andere Hustenpflanzen wie Spitzwegerich oder Thymian dazu geben.

Einen Gänseblümchenhonig kann man sich ganz leicht selbst herstellen. Ein leeres Honigglas schichtweise mit Gänseblümchenblüten und mit dünnflüssigem Akazienblütenhonig auffüllen (je 1cm). 2-3 Wochen dunkel an einem zimmerwarmen Ort stehen lassen. 2 Mal täglich wenden, damit sich die Blüten mit dem Honig gut vermischen. Absieben und dunkel lagern.

Auch bei Entzündungen, Juckreiz und Schmerzen auf der Haut sowie bei kleinen Verletzungen kann das Gänseblümchen helfen. Es gehört neben einigen anderen Pflanzen wie Spitzwegerich sozusagen zum Erste-Hilfe-Paket der Wiese.

Mythologie / Zauberblume

Für unsere Vorfahren war das Gänseblümchen eine besondere Zauberblume. Die Menschen glauben damals, sie komme aus dem Zaubergarten der Liebe und des Glücks. Wenn die Blumen wieder anfangen zu sprießen, kommt neuer Schwung ins Leben und vertreibt die Wintermüdigkeit. Die ersten drei Gänseblümchen, die man im Jahr findet, galten früher als besonders heilkräftig. Wer sie verspeist, soll das ganze Jahr über von Fieber und Zahnschmerzen verschont bleiben. Allerdings nur, wenn die Blümchen direkt mit dem Mund gerntet und gegessen werden.

 

So, und jetzt bist du an der Reihe. Wir suchen noch ein paar schöne Geschichten über Gänseblümchen. Wenn du also Lust zum Schreiben hast, dann denke dir etwas Schönes aus, schreib deine Geschichte auf und schicke sie uns. Oder vielleicht kennst du noch ein anderes leckeres oder heilsames Gänseblümchen-Rezept? Wir freuen uns, von dir zu hören!

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Zum Autor

Team Wildnisbildung

Begeistert im Nationalpark für Wildnis – und bloggt für euch, um Eindrücke aus dem Nationalpark zu euch nach Hause und Anregungen in euren Alltag zu bringen.

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